CreativeSoul Photography räumt mit Stereotypen über Afro-Haar auf

CreativeSoul Photography räumt mit Stereotypen über Afro-Haar auf

07 August, 2019

Verfasst von: Steven Hanratty

Das Fotografen-Ehepaar CreativeSoul aus Atlanta/Georgia hat sich ein Ziel gesetzt: „Wir wollen, dass jedes afroamerikanische Kind stolz ist auf sein Erbe ist, sich in seiner Haut absolut wohlfühlt und die eigenen Naturlocken und diese Kultur liebt.“

Diese Philosophie war die Inspiration des Paares für seine AfroArt-Reihe, denn Kahran und Regis sind zutiefst davon überzeugt, dass es für nicht-weiße Kinder unglaublich wichtig ist, positive Bilder von Menschen in den Medien zu sehen, die aussehen wie sie. „Bei unserem Einstieg in die Welt der Kindermode bemerkten wir die fehlende Diversität. Zu unseren Shootings kamen afroamerikanische Kinder mit wundervollem, natürlichem Haar, das sie sich geglättet hatten – einfach, weil sie dachten, anders wäre ein Einstieg in diese Branche nicht möglich.“

Von diesem Tag an fassten Kahran und Regis den Vorsatz, mit Kindern aus der ganzen Welt zu arbeiten und sich dabei auf die Schönheit und Vielseitigkeit von Afro-Frisuren zu konzentrieren.

Kreative Helden

Prägend war für Kahran und Regis unter anderem der legendäre Gordon Parks, der erste afroamerikanische Fotograf und Autor, der beim Life Magazine angestellt war. Während seiner Tätigkeit bei dieser unglaublich einflussreichen Zeitschrift dokumentierte er mit seiner Kamera Armut, Rassismus und die Versammlungen zur Unterstützung der Bürgerrechtsbewegung.

Zu den zeitgenössischen Einflüssen der beiden Fotografen zählen die Arbeiten von Osborne Macharia, einem in Kenia geborenen bildenden Künstler, der sich auf afrofuturistische Themen konzentriert, sowie von Lindsay Adler, deren Kreativität bei Styling und Lichtgestaltung das Paar beeindruckt.

Vielleicht ist es diese Kombination aus dem Blick zurück und dem Blick nach vorn, die den beiden CreativeSoul Fotografen geholfen hat, ihren unverwechselbaren und originellen Stil zu finden. „Unsere Inspiration hat verschiedene Quellen: die afrikanische Kultur, Schmuck, Frisuren, alte Stammesrituale, Mode und viele mehr.“

Der Kreativprozess

Zunächst entwickeln Kahran und Regis eine Idee als Grundlage für das Shooting. In diesem Fall war es ein geometrisches und monochromes Bildthema. Dann erstellen sie meistens ein Moodboard. „Wir skizzieren unsere Ideen für Frisuren, Kleidung und Kulisse – sodass die Hairstylisten schon so einigermaßen wissen, was wir planen.“

Kahran fährt fort: „So richtig in die Vollen geht es dann aber erst am Set. Am Tag des Shootings bringen wir viele Sachen mit und legen sie bereit, sodass wir Verschiedenes ausprobieren und experimentieren können.“

Im Einklang mit dem monochromen Bildthema entschieden sich die beiden auch für monochrome Kleidung. „Eines der Modelle lebt mit Albinismus, und wir wollten ihre helle Haut nicht verändern, sondern hervorheben.“

Das Shooting

Für die High-Key-Aufnahmen platzierten die beiden einen Profoto B10 auf einer Seite, stellten ihn auf ein Viertel seiner Gesamtleistung ein und richteten ihn direkt über das Modell auf einen Reflektor aus, der dann Fülllicht von der gegenüberliegenden Seite warf. Ein zweiter B10 Plus stand hinter dem Motiv, war auf halbe Leistung eingestellt und beleuchtete den Hintergrund.

Für die dunkleren Bilder übernahm der erste B10 Plus erneut exakt auf die gleiche Weise die Funktion des Key-Lights. Aber statt einen Reflektor zu nutzen, um Fülllicht von der anderen Seite ins Bild zu bringen, verwendeten sie den zweiten B10 Plus mit einer Farbfolie. Er warf sein Licht nun von der entgegengesetzten Richtung auf das Modell. So trennten die Fotografen das Modell optisch vom Hintergrund und verliehen dem Haar einen leichten Blauschimmer.

Außerdem verwendeten Kahran und Regis eine 3' Octa Softbox und eine Snoot. Durch die Octa Softbox wurde das Licht, das auf das Motiv fiel, weicher. Die Snoot erzeugte im Hintergrund einen Farbkreis, hob das Modell vom Hintergrund ab und verlieh dem Haar einen Hauch Farbe. 

Das bringt der B10 Plus mit

So sehr die Kinder das Erlebnis genießen, sich mit diesen optisch unglaublich spannenden Frisuren fotografieren zu lassen – es bleiben Kinder, und deshalb ist schnelles und bewegliches Arbeiten erforderlich.

„Weil der Profoto B10 Plus so leicht ist, können wir uns schnell bewegen und müssen trotzdem nicht auf Leistung verzichten – und dank des Dauerlichts können wir die Lichttemperatur ändern. Das ist ebenfalls ein großer Vorteil.“

Regis ergänzt: „Wir sind immer unterwegs und können unser komplettes Studio nun bequem mitnehmen, weil der B10 Plus problemlos in einen kleinen Rucksack passt. Und weil er so viel Leistung mitbringt, gibt uns der B10 Plus die Sicherheit für mehr Experimente vor Ort.“

Abschließende Überlegungen

Die beiden CreativeSoul Fotografen wissen, dass sie eine einzigartige Gelegenheit haben, Geschichten zu erzählen und anderen so ihre Sicht auf die Welt zu zeigen. Und sie sind dankbar dafür, dass sie die Schönheit von natürlichem Haar positiv darstellen können.

„Wir freuen uns, wenn wir vorhandenen negativen Stereotypen über natürliches Afro-Haar ein Ende setzen können, und wir lieben die positive Energie, die die Kinder durch ihre Teilnahme an dieser Bewegung erhalten – sie verlassen das Studio selbstbewusster und auch ein bisschen stolzer.“

Am Ende noch ein paar Tipps für ambitionierte Fotografen

Wir fragten Kahran und Regis, welche fünf Lebensweisheiten für angehende junge Fotografen sie uns mitgeben könnten. Und das waren ihre Antworten.

  1. Entwickeln Sie Ihren eigenen Stil: Es ist ganz leicht, in die Falle zu geraten, den aktuellen Fotografietrends nachzujagen. Einen einzigartigen Stil zu entwickeln hat uns jedoch am meisten geholfen.
  2. Üben Sie mit persönlichen Arbeiten: Wir befürworten es sehr, als Fotografen immer wieder persönliche Arbeiten anzufertigen. Unsere persönlichen Projekte haben unsere Karriere häufig vorangebracht, weil wir dabei experimentieren und neue Dinge ausprobieren können. 
  3. Vernetzen Sie sich und arbeiten Sie mit anderen zusammen: Wir arbeiten extrem gern mit anderen Künstlern, Anbietern und sogar Fotografen zusammen. Bei jeder Kooperation lernen wir etwas, und dadurch werden wir zu besseren Fotografen. 
  4. Hören Sie nie auf zu lernen: Für uns ist es wichtig, Neues zu lernen – ob das nun neue Belichtungstechniken, Stile oder sogar Geschäfts- und Marketing-Strategien sind. Nur auf diese Weise entwickeln wir uns weiter.
  5. Brechen Sie mit Konventionen: Haben Sie nie Angst davor, unkonventionell zu denken und zu handeln.  Erlernen Sie die Grundregeln, und dann experimentieren Sie, indem Sie sie nicht befolgen und einen eigenen Stil entwickeln.

 

Hier erfahren Sie mehr über CreativeSoul Photography:

http://creativesoulphoto.com/

 

Verfasst von: Steven Hanratty

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