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Lernen Sie mit Hélène Pambrun und Profoto, wie Sie Charakterporträts fotografieren

26 August, 2019

Verfasst von: Julia Fuentes

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Hélène Pambrun – eine französische Porträt- und Pressefotografin – ist bekannt für ihre legendären Bilder. Sie begleitet nicht nur Harry Styles als persönliche Fotografin auf seiner Tour. Sie hatte auch schon zahlreiche andere Stars vor der Kamera, beispielsweise Dua Lipa, Ed Sheeran, Ben Harper und Tony Bennett. Nutzen Sie Ihre Chance! In diesem hautnahen Interview erfahren Sie mehr über ihre Geheimnisse für gute Porträts und begleiten sie hinter die Kulissen des Shootings mit dem gerühmten französischen Sänger Gaël Faure.

 

Hélènes Geheimnisse für gute Porträts

 

Erzählen Sie uns ein bisschen über sich. Wer ist Hélène Pambrun?
Ich arbeite seit 10 Jahren als Profifotografin und habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Alles begann in meiner Heimatstadt Toulouse in Frankreich, wo ich in einem Geschäft Foto-Equipment verkaufte. Ich war fasziniert von all der Ausrüstung. Also sparte ich, bis ich genug Geld für meine erste Profikamera zusammen hatte. Und dann fotografierte ich alles, was mir vor die Linse kam. Hochzeiten, Konzerte, Menschen – was auch immer. Eines Tages meldete sich der Chefredakteur der berühmten französischen Zeitschrift Paris Match bei mir und beauftragte mich, einen Schriftsteller zu fotografieren. Als nächstes war es ein Sänger und so ging es weiter. Seit diesem Tag mache ich Porträts.

Welches sind Ihre 3 wichtigsten Tipps für gute Porträts?

  1. Mein Fokus liegt immer auf den Augen – im technischen wie im übertragenen Sinne. Sie sind es, die in einem Gesicht zu uns sprechen.
  2. Folgen Sie Ihrer Intuition. Wenn Sie eine verrückte Idee haben, probieren Sie sie aus. Vertrauen Sie Ihrer Spontanität und die Person, die Sie fotografieren, wird dies ebenfalls tun.
  3. Halten Sie es einfach. Die Intensität eines Blicks, die Linien im Gesicht eines alten Mannes – diese kleinen, einfachen Dinge machen starke Porträts aus.

Haben Sie Tipps für eine gute Modellführung, sodass die Person sich beim Shooting wohl fühlt?

Wichtig ist, immer locker zu bleiben. Selbst wenn Sie nur wenig Zeit für das Shooting haben, ist es wichtig, dass Sie möglichst ruhig und entspannt sind. Ihre Energie überträgt sich auf die Personen in Ihrem Umfeld. Lächeln Sie die Person an oder machen Sie ihr Komplimente, um das Eis zu brechen, eine Verbindung aufzubauen und eine entspannte Atmosphäre herzustellen. Auch Musik kann helfen. Probieren Sie es einfach mal aus. Denken Sie immer daran: Je mehr wir uns selbst unter Druck setzen, umso weniger können wir den Augenblick mit der Person genießen und kreative Bilder erschaffen. Halten Sie es einfach und spielerisch, wie mein Vater immer sagte.

Wie sind Sie zur Blitzfotografie gekommen und wann haben Sie sich dazu entschieden?

Wie die meisten habe auch ich anfangs nur mit natürlichem Licht fotografiert. Manchmal nahm ich ein kleines LED-Licht mit zum Shooting, aber das taugte nicht viel. Ich erinnere mich, dass die Zeitschrift, für die ich tätig war, fragte: „Hélène, wann lernst du, wie man einen Blitz verwendet?“ In dem Moment wurde mir klar, dass ich in der Lage sein sollte, an jedem Ort und zu jeder Zeit zu fotografieren, egal welche Lichtverhältnisse vorherrschen. Als Profi ist es ziemlich riskant, nur mit natürlichem Licht zu arbeiten, weil ich keinen Einfluss darauf habe, wie dieses bei einem Auftrag aussieht. Ich bat deshalb einen Freund, mir beizubringen, wie ich einen Blitz verwende, tatsächlich war dies ein Profoto AcuteB 600R. Ich verliebte mich sofort und kaufte mir einen gebrauchten Blitz. Seither habe ich mehrere Profoto Blitze gekauft, die mich auf meinen Reisen begleiten. Die Arbeit mit ihnen macht einfach Spaß.

Sie hatten kürzlich ein Porträt-Shooting mit dem Singer und Songwriter Gaël Faure, bei dem Sie Profoto-Ausrüstung genutzt haben. Was genau hatten Sie dabei und wie lief es?

Ich verwendete den Profoto Connect-Auslöser, einen A1X-Blitz und einen Umbrella Deep White M. Ich liebe diese Kombination, da ich damit komfortabel arbeiten kann, ohne viel Ausrüstung mitschleppen zu müssen. Der kleine A1X passt bequem in meine Tasche und der Blitzschirm war wortwörtlich in einer Sekunde aufgestellt – und zusammen erzeugen sie genau das weiche Licht, das ich in meinen Bildern haben möchte. Die Steuerung des Blitzes mit dem Profoto Connect war ebenfalls super einfach. Ich stellte ihn einfach auf Automatik und überließ ihm die Wahl der Blitzbelichtungszeit bei jeder Aufnahme. 

Haben Sie Tipps für Personen, die neu mit der Blitzfotografie anfangen?

Ich glaube fest daran, dass der Profoto Connect und der A1X die idealen Helfer für den Anfang sind. Wenn Sie den Profoto Connect im Auto-Modus verwenden, müssen Sie sich keinerlei Gedanken um die Einstellungen machen. Fotografiere Sie einfach und das Licht ist immer perfekt. Das Gute ist: Sobald Sie sich sicherer fühlen, können Sie in den manuellen Modus wechseln und verschiedene Lichteinstellungen ausprobieren. Zudem gibt es unzählige Lichtformer für den A1X, um noch kreativere Porträts zu machen. Waben, Farbfolien, Blitzschirme, was immer Sie wollen. Ich hätte mich über diese Ausrüstung sehr gefreut, als ich noch als Hochzeitsfotografin arbeitete!

 

So fotografiert Hélène Pambrun Gaël Faure
4 Tipps zum Ausprobieren

Setup 1 – Ganz nah und privat

Für ihr erstes Setup wollte Hélène, dass das Licht wie natürliches Fensterlicht aussieht. Das Umgebungslicht fiel von ihrer linken Seite in die Szene. Deshalb platzierte sie den A1X und den Umbrella Deep White M auf der gleichen Seite, nur leicht nach vorn versetzt vor Gaël. Auf diese Weise verschmolz das Blitzlicht mit dem Umgebungslicht und glich alle durch das Umgebungslicht erzeugten harten Schatten in Gaëls Gesicht aus.

Tipp 1: Das Blitzlicht sollte aus der gleichen Richtung kommen wie das Umgebungslicht, damit es natürlich aussieht. Hélène platzierte deshalb den Blitzschirm auf ihrer linken Seite, der gleichen, aus der auch das Umgebungslicht einfiel.


Tipp 2: Größere Lichtquellen liefern ein weicheres Licht. Deshalb verwendete Hélène einen Umbrella Deep White M mit dem A1X. Das Blitzlicht trifft auf den Blitzschirm und wird auf das Modell bzw. die Person zurückgeworfen. Aufgrund der größeren Fläche des Blitzschirms verglichen mit der des A1X-Blitzkopfes ist es jedoch deutlich weicher.

Kameraeinstellungen: f/1.2   1/400 Sek.  ISO 400
Blitzeinstellungen: Auto-Modus (TTL)

 

Setup 2 – Das Sonnenlicht nachbilden

Im zweiten Setup platzierte Hélène den A1X und den Blitzschirm auf ihrer rechten Seite und richtete sie auf Gaël, um die Sonne nachzubilden, die sich nirgends zeigte. Dadurch erreichte sie, dass sich Gaël vom Hintergrund abhob, während sie gleichzeitig wunderschöne Sonnenstreifen auf der Wand hinter ihm zeichnete.

Tipp 3: Äste oder andere Objekte zwischen Blitz und Modell zu platzieren, ist eine Möglichkeit, um schöne Sonnenstreifen zu erzeugen.

Kameraeinstellungen: f/1.4  1/1250 Sek.  ISO 400
Blitzeinstellungen: Auto-Modus (TTL)

 

Setup 3 – Bewegte Motive ausleuchten

Tipp 4: Verwenden Sie den Profoto Connect-Fernauslöser im Auto-Modus, wenn Sie Menschen in der Bewegung fotografieren. Das heißt, dass die Blitzbelichtungszeit automatisch eingestellt wird und jedes Bild perfekt belichtet ist, egal wie viel sich Ihr Motiv bewegt.

Kameraeinstellungen: f/1.4  1/1250 Sek.  ISO 400
Blitzeinstellungen: Auto-Modus (TTL)

 

Verfasst von: Julia Fuentes

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