Porträts

Marie Bärsch testet den Profoto A1 in der brennenden Sonne von Matera

19 September, 2017

Verfasst von: Seth Chandler

Die deutsche Beauty- und Modefotografin Marie Bärsch macht die Welt zu ihrem Studio: Mit ein paar Profoto A1 in der Tasche ging es nach Matera, einer altrömischen Stadt im Süden Italiens.

Marie entdeckte die Fotografie vor rund acht Jahren und startete 2013 ihre Karriere als Vollzeit-Profifotografin. „Ich arbeitete in einem Bereich, der nicht besonders kreativ war. Eines Tages schnappte ich mir die Kamera eines Freundes und begann zu fotografieren“, erinnert sie sich.

„Ich genieße die Freiheit, die ich als freiberufliche Fotografin habe. Das Fotografieren fällt mir leicht und es bietet mir die Möglichkeit, andere Menschen an den Dingen teilhaben zu lassen, die ich liebe, und sie mit an all die wunderbaren Orte zu nehmen, die ich besuche.“

Marie ist in der klassischen Beauty-Fotografie zuhause. „Mir gefällt es, schöne Mädchen in einer beeindruckenden, exotischen Umgebung zu fotografieren“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich verspüre den starken Drang, eine sehr geradlinige, stilisierende Ästhetik zu kreieren. Ich liebe schöne Dinge und versuche, diese in meinen Bildern zu verewigen.“

Als wir sie fragten, ob sie ein neues Produkt unter der Überschrift „The world is my studio“ – den Profoto A1, den kleinsten Studioblitz der Welt – ausprobieren möchte, war sie begeistert. Sie erkannte sofort, dass er perfekt zu ihrer Arbeitsweise passen könnte. „Mein Stil entsteht aus der Flexibilität, überall schnell fotografieren zu können.“

Von On-Camera-Blitzsystemen war sie in der Vergangenheit allerdings kein großer Fan. Die wenigen Male, die sie ein solches genutzt hatte, erhielt sie nicht das gewünschte Ergebnis.

„Wenn ich externe Blitze verwende, möchte ich damit einen dramatischen Effekt erzeugen oder die Charakteristika des Modells hervorheben“, erklärt sie. „Mit den bisher existierenden On-Camera-Blitzen ist mir das nicht möglich.“

Andererseits war dies für sie eine gute Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren – von einem Unternehmen, dem sie vertraute. „Ich liebe meinen B1. Deshalb war ich neugierig, wie Profoto an On-Camera-Blitze herangehen würde“, sagt sie. „Ich musste mir nur etwas überlegen, was zu meinem Stil passt und wo ich den A1 einsetzen konnte.“

Hartes Sonnenlicht

Glücklicherweise hatte sie bereits den perfekten Ort im Kopf: Matera, eine zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Stadt aus altrömischen Zeiten, die oft von Regisseuren als Ersatzdrehort für Jerusalem und andere antike Städte genutzt wird.

„Ich besuchte Matera im letzten Jahr und hatte sofort die Idee, die Stadt als Kulisse für ein Mode-Shooting zu nutzen“, erinnert sie sich. „Da ich im Hochsommer dort war, wusste ich von Anfang an, dass ich es den ganzen Tag über mit einem sehr harten Sonnenlicht zu tun haben würde. Ohne eine weitere Lichtquelle, die ich selbst steuern kann, wäre es da schwierig, gute Bilder zu kreieren.

Matera ist vollständig aus Sandstein ein und derselben Farbe gebaut. Ich wollte sowohl farblich kontrastierende als auch farblich ähnliche Kleider in Szene setzen, sodass das Modell in einigen Aufnahmen durch den Blitz stark akzentuiert wird und in anderen Aufnahmen mit der Umgebung verschmelzt und nur ganz leicht vom Blitz hervorgehoben wird.“

Plug & Play für unterwegs

On-Location Mode zu fotografieren, war nichts Neues für Marie. Aber eine sehr subtile externe Lichtquelle zu nutzen, wo sie sonst mit einem Reflektor oder ihrem Profoto B1 arbeitet, war es. Und der Profoto A1 hat sie sofort überzeugt.

„Zunächst einmal war der A1 unglaublich einfach in der Handhabung“, sagt sie. „Da wir am Tag vor der Produktion beschäftigt waren, hatten mein Assistent und ich vor dem Shooting nur wenige Minuten Zeit, um uns mit dem Blitz vertraut zu machen.

Aber die Menüstruktur und die Anordnung der Regler ähnelt stark den anderen Profoto Produkten und alle Einstellungen waren extrem leicht zugänglich. Aufgrund dieser einfachen Handhabung konnte ich den A1 innerhalb weniger Minuten einrichten und mich auf das Wesentliche konzentrieren: die Einweisung des Modells und die Gestaltung des Bildes.“

Auch die geringe Größe des A1 erwies sich unmittelbar als Vorteil, wie sie sagt. „Er lässt sich sehr leicht transportieren und gut verstecken, wenn man in einer vielbesuchten Touristengegend unterwegs ist und keine Aufmerksamkeit erregen möchte.“

In ihrer Fotoserie mit dem Modell prüfte Marie den A1 auf Herz und Nieren, teils an der Kamera, teils abgekoppelt.

Der A1 On-Camera: Für das gewisse Funkeln

Besonders knifflig war eine Aufnahme gegen die Sonne mit dem Modell vor dem blauen Himmel und eingerahmt von einem Steinportal. Marie war es dabei wichtig, dass der Himmel nicht ausbrennt und das Gesicht des Modells einen schönen Hautton hat. Der A1 bot ihr eine einfache, unkomplizierte Lösung. „Mir gefiel das Umgebungslicht, das die weißen Wände reflektierten, weshalb ich nur einen A1 On-Camera als Fülllicht nutzte, der ihr ein gewisses Funkeln in die Augen zauberte.“

Dramatische Effekte mit Lichtformern

Eine der Lieblingsaufnahmen von Marie war ein wenig komplizierter. Das Modell lehnte an der Wand neben ein paar Stufen, sodass ihr Kleid und ihre Haut mit den Farben des Steins auf attraktive Weise verschmolzen. Um der Aufnahme eine gewisse Dramatik zu geben, platzierte Marie einen A1 mit einem Dome Diffuser hinter dem Modell auf der rechten Seite, sodass ein subtiles Streiflicht ihr Gesicht und ihre Schulter vom Hintergrund löst. „Mein Assistent hielt einen zweiten A1 mit einem Soft Bounce, um ihr Gesicht auf der rechten Seite sanft aufzuhellen“, ergänzt Marie.

Das Sonnenlicht überstrahlen mit High Speed Sync

Bei einer der letzten Aufnahmen des Tages musste Marie die Mittagssonne überstrahlen. Sie verwendete deshalb eine kürzere Verschlusszeit mit High-Speed Sync, um der Kraft der Sonne etwas entgegen zu setzen und den Himmel sowie die Schatten im Hintergrund richtig zu belichten. Mit einem Profoto A1 Off-Camera und einem zweiten On-Camera als Air Remote fügte sie ein weiches, sanftes Licht auf dem Gesicht hinzu.

Maries Urteil

Wie beurteilt Marie den A1, nachdem sie mit ihm einen Tag lang die Welt zu ihrem Studio gemacht hat?

„Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Sein sehr natürliches, wunderschönes Licht sorgt für das gewisse Etwas und mehr Klarheit in der Aufnahme“, sagt sie. „Weitere wichtige Argumente sind für mich die einfache Handhabung und die geringe Größe des A1. Mit ihm kann meinen Bildern selbst an entlegenen Orten diesen hochwertigen Stil verleihen. Und das in einem Format, das mühelos in meine Kameratasche passt.“

„Ich werde ihn sicher für meine freiberuflichen Arbeiten nutzen, um schnell hier und dort ein wenig Licht hinzuzufügen. Ich kann mir aber auch vorstellen, ihn auf größere redaktionelle Projekte mitzunehmen, einfach damit ich flexibler agieren kann als mit einem einzelnen B1.

Und da ich oft längere Zeit mit begrenztem Gepäck auf Reisen bin und draußen unter rauen Bedingungen fotografiere, werden in Zukunft ganz sicher ein bis zwei A1 meinen B1 begleiten.“

Haben Sie Tipps für Leute, die den A1 zum ersten Mal nutzen? „Bringen Sie ihn einfach an der Kamera oder einem Blitzstativ an und spielen Sie damit herum.“

Verfasst von: Seth Chandler

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Sorgt mit dem A1 für ein weicheres Licht mit schönem Kontrast